Vom Aufschwung profitieren: Metallindustrie als neuer Hoffnungsträger
Geschrieben von: luise   

2010 konnte insgesamt mit einer guten Bilanz in der Metallindustrie abgeschlossen werden: Die Arbeitslosenzahlen sanken auf ein Rekord-Tief und der Aufschwung war endlich spürbar. Doch leider nicht bei jedem, denn vor allem die bis dato angeschlagenen Unternehmen beendeten das Jahr damit, ihre Löcher zu stopfen – ob zugunsten der Arbeitnehmer oder ihrer eigenen Taschen bleibt bisweilen ihr Geheimnis. 2011 soll der Aufwärtstrend aber auch bei denen ankommen, die genau dafür gearbeitet haben. So könnte die Metallindustrie als neuer Hoffnungsträger fungieren, denn die Aufträge häufen sich und die Mitarbeiter werden immer knapper.

Schuld an der bisherigen Misere in der Metallindustrie war vor allem die Kurzarbeit. Monatelang mussten etliche Metaller um ihren Job fürchten, trauten sich nicht krank zu werden und durften nur dann arbeiten, wenn wirklich was zu tun war. Dass damit jetzt Schluss sein soll, liegt vor allem an der erwarteten hohen Auftragslage. Exporte und Importe sollen steigen und das wirkt sich natürlich auch auf die Stellenzahl aus. Zum Ende des vierten Quartals 2010 konnte die Metallindustrie mit einem Plus von 15 Prozent guten Gewissens in die Feiertage starten und Experten vermuten, dass sich der Trend nach oben auch 2011 nicht ändern wird. Der Presse wurde mitgeteilt, dass man sogar mit einem weiteren Plus von 5 Prozent rechnen würde. Das verwundert vor allem mit Blick auf die typischen Konjunkturzyklen wenig: Auf jede Rezession folgt eine Expansion. In diesem Fall war die schon lange überfällig, denn nachdem der Umsatz 2009 um 23 Prozent einbrach, mussten mehr und mehr Metallarbeiter mit prekären Arbeitsverhältnissen vorlieb nehmen. Das Blatt hat sich nun gewendet und so bleibt nur abzuwarten, ob die Metallindustrie ihrem neu gewonnen Status als Hoffnungsträger gerecht werden kann.

(Quellen: focus.de; industriemagazin.de)

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