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Geschrieben von: Luise
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Christian Bücherl ist Geschäftsführer der Boost Internet GmbH und Diplom-Kaufmann. Mit einem ehrlichen Titel. Und das ist heutzutage schon etwas, denn wie sich am Beispiel des ehemaligen Bundesministers Karl-Theodor zu Guttenberg zeigt, steht nicht jedem Doktor dieser Titel zu. Gleiches gilt auch für andere Berufsgruppen oder Bildungsabschlüsse, wie das satirische Projekt www.titel-kaufen.de zeigt, das Bücherl zusammen mit Kollegen ins Leben rief.
Egal ob Abitur, Gesellenbrief, MBA oder Adelstitel, jede Art von Prestige wird auf der Internetseite angeboten. Scrollt man jedoch bis ganz nach unten und schaut auf den Schriftzug neben dem Impressum, merkt der potentielle Käufer, dass er hier kein Glück haben wird. Ganz nach dem Motto "Wenn, dann richtig" ist der meistgewünschte Abschluss ein Doktortitel, gefolgt vom Adelstitel sowie dem Abitur. An letzter Stelle steht der MBA, also ein Masterstudium im Bereich Managment. Ungefähr 2000 Besucher klicken die Seite monatlich an, ein Anmeldeformular schicken nur 200 bis 300 Personen. Diese Zahl ist aber immernoch erschreckend für Bücherl, ebenso wie die Motivationen zum vermeintlichen Titelkauf, die sehr unterschiedlich sind. Meist sind die Bewerber Studenten oder Absolventen, die sich mit einem Doktortitel zusätzliches Ansehen erkaufen wollen. Doktoranten interessierten sich hingegen für einen Adelstitel, aber auch ihnen geht es um einen zusätzlichen Karriereschub. Verkaufen will die Betreiberfirma www.titel-kaufen.de aber nichts, immerhin wolle man dieses Geschäft nicht unterstützen. |