| Gesundheitstücke Arbeitsalltag: Die Freizeit-Krankheit |
| Geschrieben von: michaela |
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Sie sehnen sich nach Entspannung, haben den ganzen Tag, die vergangene Woche, die letzten Monate hart gearbeitet – Urlaub ist das Stichwort. Doch wer meint, dass Urlaub immer auch relaxen beinhaltet, der hat sich getäuscht. Gönnt man dem Körper erst einmal Ruhe, dann schlägt er nicht selten zurück, rächt sich für den Stress der letzten Zeit. Das Phänomen hat mittlerweile sogar einen eigenen wissenschaftlichen Namen: Freizeit-Krankheit oder englisch „Leisure sickness“.
Im Joballtag hat der Körper kaum Zeit zu entspannen und die Psyche nimmt nicht wahr, wie sehr er es nötig hätte. Schlafen, aufstehen, arbeiten, Haushalt, schlafen, aufstehen und so weiter – ein ganz normaler Tagesablauf, der sich über Monate hinweg durchhalten lässt, ohne dass man etwas von der Belastung wahrnimmt. Der Puls läuft immer auf Hochtouren, Adrenalin sorgt für Hyper-Konzentration und hingegen aller Vorstellungen, ist auch der abendliche Medienkonsum alles andere als entspannend für den Körper, denn das Gehirn muss immer noch ver-arbeiten. Hat man dann ein paar Tage Zeit, kann sich für wenige Wochen zurücklehnen, gar die Sonne genießen, beginnt auch das Leistungsniveau des Immunsystems zu sinken und die Erschöpfung setzt sich durch. Die Freizeit-Krankheit ist mehr als nur körperlich: Sie ist psychosomatisch bedingt. Nicht nur der Körper schaltet ab, auch die Wahrnehmung verschiebt sich. Schmerzen, Erkältungen wurden zuvor wortwörtlich „weg-gearbeitet“ und wurden nicht bemerkt. Hat man plötzlich Zeit auf die Zeichen des eigenen Körpers zu achten, fällt auch wieder auf, was man da angerichtet hat. Auch den Arbeitgebern ist die Freizeit-Krankheit mittlerweile bekannt, denn immer häufiger melden sich Angestellte aus dem Urlaub heraus krank – und zwar nicht, weil sie noch ein paar Tage dranhängen wollen, sondern weil sie müssen. (Quellen: abendblatt.de; stern.de) |